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Texter, Werbetexter und Marketingberater Aurel Gergey über Onlinemarketing.
My Website is my Castle. Und Ihre?
"Willkommen zuhause", das mein Texter-Gefühl, wenn ich meine Lieblings-Websites betrete. Sollte ich Stammkneipe sagen? Andererseits gibt es Internetauftritte, die mich kühl oder gar frösteln lassen. Wie Sie die Temperatur Ihrer nächsten Webpräsenz steigerst – eine Bauanleitung.
Heimelig wird eine Netseite dann, wenn Sie alles das beachten, was für Werbung insgesamt gilt. Plus, wenn Sie die speziellen Möglichkeiten des Internet nutzen.
Liefern Sie Inhalte.
Oder sterben Sie auch im Internet einen schnellen Beachtungstod
Zuallererst müssen Werbetexter-Ansprüche erfüllt sein. Meint: Sie müssen das Richtige sagen und das richtig. Also starke, zielgruppenbezogene Inhalte liefern, und dieselben flüssig formulieren. Auch im und für das Web gilt: "Content is King". Das Internet ist in erster Linie ein Text- und Texter-Medium. Dann sollten Sie Ihre Inhalte stark verdichten – ein Webauftritt ist meist nichts Anderes als eine internetisierte Anzeige (von Ausnahmen abgesehen. Es soll Leute geben, die gerne seitenweise Texte am Monitor lesen, ich zähle mich dazu und viele Besucher meiner Texter-Website. Aber auch bei mir sind die Einstiegstexte knapp und kurz).
Halten Sie sich vor Augen: die Aufgabe eines Internetauftritts innerhalb der Verkaufskette ist meist, Betrachtern die Welt des jeweiligen Unternehmens bekannt zu machen. Einen ersten Eindruck zu vermitteln. Ihnen Appetizer zu servieren, den Hauptgang, den gibt's im Real Life, und nicht mehr gratis. Wir wollen Stallgeruch vermitteln, ein digitales Bilderbuch ausbreiten.
Bitte aufräumen, es kommen Gäste
Die Betrachter sollen ihre Infos mit ein paar Mausklicken bei einander haben. Also nicht zu viele Unterebenen, Ihre Gäste bitten Sie zum Apéro auch nicht in den Keller. Dann empfehle ich den Monitorrand rechts freizulassen, es gibt nicht ohne Grund für "Scrollen" keinen deutschen Ausdruck. Weniger ist hier mehr.
Die Inneneinrichtung
Die speziellen Möglichkeiten machen das Internet erst zu dem, was es ist. Einfach Broschüren ins Web zu knallen, ergibt "Brochure Ware" - unattraktiv, einschläfernd, langweilig. Und weg ist der Gast. Bei der Umsetzung geht es darum, die Chancen des Webs zu nutzen: Bewegung von Bildern, Interaktivität, Ton.
So kann auf der ersten Seite beispielsweise von selbst etwas geschehen. Etwa schrittweise eine persönliche Begrüßung aufblenden. Oder ein Newsticker tickern. Oder ein Film ablaufen (aber Achtung: Je mehr Grafik, desto langsamer die Site und desto eher vergeht den Besuchern der Appetit. Zudem kann die erforderliche Flash-Software noch nicht vorausgesetzt werden).
Die Besucherinnen und Besucher sollen Anreize bekommen, beispielsweise, indem sie irgendwo draufklicken und es geschieht etwas. Stichwort "Spieltrieb anpeilen".
Denn zusammenfassend gilt: der Mensch braucht Emotionen, nicht Internet.
Und hier noch eine kleine Hitparade Möglichkeiten, die man am Internet am meisten schätzt (Quelle: Bilanz)
- Allgemeine Unternehmensinformationen
- E-Mail
- Produktkatalog und -informationen
- Suchfunktionen
- Stellenbörse
- Newsletter, Newsgroups
- Online-Bestellung
- FAQ
- Online-Offertenerstellunge
- Online-Bezahlung
- Digitaler Berater
- One-to-one-Marketing
- Online-Order-Tracking
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Profil

Aurel Gergey ist freischaffender Texter und Marketingberater aus der Schweiz. In den Funktionen als Marketingleiter einer Unternehmensberatung und Texter in mehreren Werbeagenturen brachte er sein Marketingwissen in mehr als tausend Kampagnen ein.
Auf seiner Website stellt der Texter sich und seine Spezialgebiete durch einige Fallbeispiele seiner Werkschau vor:
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