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Vorsicht Bauchfett:
Taillenumfang gibt Auskunft über das Diabetes-Risiko
sup.- Mediziner schlagen Alarm: Fast jeder zweite Deutsche im Alter von 18 bis 79 Jahren ist übergewichtig. "Und Übergewicht ist der Hauptrisikofaktor für Diabetes", warnt Prof. Stephan Martin, leitender Oberarzt am Deutschen Diabetes-Zentrum (Düsseldorf). Als zu dick gilt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wer einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 25 hat. Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilo geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat.
Eine amerikanische Studie hat jetzt allerdings ergeben, dass es beim Diabetes-Risiko nicht nur auf den BMI ankommt, sondern auch auf die Verteilung der Pfunde am Körper. Demnach ist das Diabetes-Risiko besonders hoch bei zu viel Bauchfett. Denn gerade dieses Fett bringt die Blutzuckerregulation deutlich stärker aus dem Gleichgewicht als beispielsweise das Fett am Po oder an den Hüften. Ob zu viel Fett am Bauch sitzt, kann über den Taillenumfang ermittelt werden: Einfach ein Maßband zwischen unterem Rippenbogen und dem Beckenkamm einmal um den Körper legen. "Ein erhöhtes Diabetes-Risiko besteht bei Frauen bereits ab einem Bauchumfang von 88 cm, bei Männern von 102 cm", erklärt Prof. Alfred Wirth von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft in Hamburg. Wer also einen BMI von mehr als 25 und außerdem noch zu viel Bauchfett hat, sollte unbedingt beim Arzt seinen Blutzucker überprüfen lassen.
Stellt der Arzt fest, dass der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist, bildet die Gewichtsabnahme mit fettarmer Ernährung und regelmäßiger Bewegung den ersten Schritt bei der Diabetes-Therapie. Reichen diese Maßnahmen alleine nicht aus, werden zusätzlich Tabletten verschrieben, um den Blutzucker auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Dabei hat sich zur Behandlung von übergewichtigen Diabetikern laut den Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft insbesondere der Wirkstoff Metformin (z. B. Glucophage) bewährt. Diese Substanz sorgt für eine bedarfsgerechte Regulierung des Blutzuckers und wirkt außerdem gefäßschützend, so dass das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung - der häufigsten Folge eines Diabetes - sinkt. Wer mehr zum Thema "zeitgemäße Diabetes-Therapie" erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.ddz.uni-duesseldorf.de sowie unter www.diabetes-partner.de informieren. |
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