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Wechseljahrs-Beschwerden ernst nehmen
Hormonmangel belastet das vegetative Nervensystem
sup.- Die zunehmende Verminderung der weiblichen Hormonproduktion in den Wechseljahren führt nicht nur zu körperlichen, sondern auch zu vegetativen Beschwerden. Sie werden durch das so genannte vegetative Nervensystem, das nicht beeinflusst werden kann, ausgelöst. Zu den häufigsten Problemen gehören Hitzewallungen, Schwitzen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen und Nervosität. Wie ausgeprägt diese Beschwerden in den Wechseljahren sind, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Die Probleme dahin gehend zu bagatellisieren, sie seien nur eine Frage der Einstellung, ist jedoch medizinisch definitiv nicht haltbar. "Nächtliche Schlafstörungen auf Grund von Hitzewallungen mit nachfolgenden Schweißausbrüchen, die häufig von Frierattacken gefolgt sind, können zu schweren Einschränkungen des Tagesablaufs bis hin zu depressiven Verstimmungen mit hohem Leidensdruck führen", berichtet Prof. Thomas Rabe von der Universitätsfrauenklinik in Heidelberg. Internationale Studien zeigen, dass vegetative Beschwerden in 95 Prozent aller Fälle durch eine Hormonersatztherapie (z. B. Presomen, Femoston) innerhalb von spätestens vier bis acht Wochen nach Behandlungsbeginn erheblich verbessert werden können. Dies ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die vegetativen Beschwerden durch den Hormonmangel in den Wechseljahren verursacht werden und eben keineswegs nur eine Frage der Einstellung sind. Deshalb fordert Prof. J. Matthias Wenderlein von der Universitätsfrauenklinik in Ulm wie die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen: "Klimakterische Beschwerden müssen sorgfältig beachtet werden. Grundsätzlich sollten die betroffenen Patientinnen über Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie informiert werden." |
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